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Übernahmen... Dieses Procedere ist so sinnlos, wie es nur sein kann, und doch trägt jeder Mensch eine Fülle solcher Strukturen. Es dürfte der Hilflosigkeit des Unterbewusstseins entspringen, das sich in seiner Not ein Verfahren zurecht gelegt hat, um irgendwie noch ‚in den Spiegel gucken zu können’. Das Verfahren ist folgendes: Ich meine (!), einer anderen Person einen Schaden zugefügt zu haben. In meinem Tagbewusstsein bekomme ich vielfach davon nichts mit, registriere also gar nicht, in was für einem Dilemma sich mein Unterbewusstsein befindet. Dieses produziert nämlich gerade Schuldgefühle zu Hauf. Und selbst wenn ich es bemerke, oder sich die Situation sogar geradezu dramatisch anfühlt, ist das immer noch nur die Spitze vom Einberg, denn eine Etage tiefer wird die Angelegenheit weitaus tragischer genommen, als es der Verstand zu tun vermag. Um es ganz klar zu sagen: Es geht hier um Schuldgefühle, wobei die Betonung auf ‚Gefühle’ liegt. Wären es keine Gefühle, sondern eine reale Schuld, läge Karma vor, und schon gelten ganz andere Regeln. Somit ist der Hintergrund stets illusionär; ich meine, Schuld zu haben, aber es besteht gar keine. Das Unterbewusstsein versucht nun, seine Schuldgefühle ‚in Schach’ zu halten, indem es der betreffenden Person eine bestimmte Last abnimmt, einfach, um sich etwas besser zu fühlen. Hier kommen wir nun zur nächsten Idiotie, denn eine Übernahme nimmt niemals einer anderen Person eine Last ab, die ich nun für sie trage, sondern sie wird gewissermaßen Um sich von Übernahmen zu befreien, bringt es nichts, diese als solche transformieren zu wollen. Sie sind nicht die Ursache, sondern bereits Wirkung. Die Schuldgefühle müssen beseitigt werden, erst dann fällt das ganze Kartenhaus in sich zusammen. |
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